Hallo ihr Lieben,
an dieser Stelle gerne mein Feedback zur Segelcon "Expedition 13" auf der Pippilotta.
Location:
Ich fand die Pippilotta auf meiner ersten Segelcon (Rückkehr der Angelique) schon sehr cool und das hat sich dieses Mal auch nicht geändert. Glücklicherweise habe ich auch von niemandem (inklusive mir) mitbekommen, dass es Leute mit erhöhter Seekrankheit gab, was mich auch sehr gefreut hat. Die Enge und räumliche Begrenzung gibt dem Ganzen einfach einen ganz eigenen Charme mit dem man wunderbar spielen kann.
Kämpfe:
De facto gab es ja nur den Kampf gegen das (wirklich wahnsinnig coole) Seemonster. Dabei fand ich besonders gut, dass alle sich an die langsame Kampfregel auf dem Schiff gehalten haben und der Kampf somit sehr sicher ablief. Irritiert hat mich, dass es gegen den Orkan immun war. Grundsätzlich fand ich es der Con aber sehr angemessen, dass es zu wenig Kämpfen kam und die Hauptbedrohungslage aus der latenten Gewaltbereitschaft aller drei Gruppierungen kam. Ich hätte einen nächtlichen Angriff von Eiselfen allerdings auch sehr cool gefunden, vielleicht haben wir den aber ja auch abgewendet. Schade fand ich die Vorabansage, dass ab 2 Uhr nachts niemand mehr von NSC und Orga aus den Kojen gerissen werden kann.
Fraktionen:
Ich finde, die Fraktionen auf diesem Spiel sind wirklich sehr gut gelungen! Es ist meiner Meinung nach nicht passiert, dass eine Fraktion allein die gesamte Con dominiert hat und die anderen sich wie Statisten für sie fühlten (zugegebenermaßen war ich aber auch Teil der Gelehrten, was meine Wahrnehmung beeinflussen könnte). Die Dynamik innerhalb der Crew fand ich ganz cool, auch wenn ich fand, dass die Führung zu locker war und dem konstanten Gepöble vom Tisch nebenan durchaus auch Disziplinarmaßnahmen hätten folgen können. Wild fand ich die Front Crew <-> Soldaten, da Artagan von den Soldaten konstant erfuhr, dass die Stimmung ein Desaster sei, die Crew uns innerhalb von Minuten alle meucheln und den Kapitän vergiften wolle und er sich quasi direkt davor sehr entspannt und freundlich mit einigen Crewmitgliedern unterhielt und er bis zur Meuterei (für Artagan war es das garantiert) am Hafen nur sehr wenig wirklich negative Erfahrungen mit der Crew hatte. Er hat sich – wie immer - mit beiden anderen Fraktionen gut verstehen wollen, was bis zur Meuterei auch ganz gut funktioniert hat. Das Spiel innerhalb der Gelehrtengruppe fand ich persönlich irgendwie schwierig und hat für mich leider nicht so gut geklickt, weshalb ich mich sehr an Brimboria und Galagon sowie den Expeditionsleiter gehalten habe.
Plot:
Der Plot war sehr cool. Es hat viel Spaß gemacht sich mit den gefundenen Gegenständen auseinanderzusetzen und die ganzen tollen Requisiten zu verwenden. Das Pelagioskop mit der vorbeitreibenden Alarmrune hat mich köstlich amüsiert und mir auch sonst gut gefallen. Auch die Netze und Angeln waren toll. Grundsätzlich hat es sich wirklich wie eine Expedition angefühlt, bei der wir wirkmächtig waren und entschieden haben, was passiert. Das war toll! Auch das Öffnen der Kiste fand ich grundsätzlich cool, auch wenn es in dem einzigen wirklichen Negativpunkt für mich endete: Dass ein Sprung ins Gebüsch den flüchtenden Capitano einfach aus dem Spiel nimmt, fand ich richtig kacke. Wir waren wenige Meter hinter ihm und hätten ihn dort niemals verloren. Sollte das durch die Einflüsse des Kindes möglich gewesen sein, wäre es meiner Meinung nach nötig gewesen, das irgendwie zumindest durch Telling oder besser natürlich Effekte darzustellen. So, wie es passiert ist, war es für mich einfach nur unfassbar unbefriedigend und unrealistisch. Großer - aber auch einziger - Minuspunkt.
Fazit:
Mir hat das Spiel sehr gut gefallen und insbesondere die niedrige Bedrohungs- bei gleichzeitiger Pulverfasslage fand ich wahnsinnig cool. Definitiv eine meiner besten Phoenix-Abenteuercon-Erfahrungen.
Feedback: Expedition 13
- Jona Böttcher
- Phönix-Carta - ORGA
- Beiträge: 4
- Registriert: Di 29. Aug 2023, 21:01
- Wohnort: Westerwald
Feedback: Expedition 13
hat gespielt: Arkadij Tschilkin, Artagan Asphodel, Faustus Levitus Catulus
Re: Feedback: Expedition 13
Moin zusammen,
ich gebe hier auch gerne meinen Senf dazu: Ich durfte mittlerweile das vierte Mal mit der Pippilotta los, da gibt's dann schon ein wohliges Gefühl von nach Hause kommen, auch wenn ich noch gestresst und mit Rückenschmerzen nur so mäßig motiviert angekommen bin.
Den ersten Abend geselligen Beisammenseins mit der Crew habe ich dann umso mehr genossen, um reinzukommen, dafür wurde der Samstag dann etwas schwierig: Ich war ein bisschen zu unvorbereitet, von meinem Vorgesetzten kamen weniger konkrete Befehle als erwartet, die RL crew hat einfach angefangen irgendwelche Dinge zu tun, und als wir dann noch angefangen haben, im Spiel andere Manöver zu tellen als wir in echt gefahren sind, und ich zusätzlich nach und nach erfahren habe, dass ich von RL-Marinesoldaten und leidenschaftlichen Seefahrern umgeben bin, habe ich ziemlich den Faden verloren. Als Konsequenz wurde dann die seemännische Kompetenz, die Harald eigentlich hätte haben sollen, ein bisschen weggekürzt. Das tat mir dann gegenüber der Crew Leid, die sich wohl zwischendurch gelangweilt hat, weil ich nicht in der Lage war, die zu beschäftigen.
Zum Glück, also zumindest aus dieser Hinsicht, kam es dann ja zu meiner unerwarteten Beförderung, und Bootsmann Aldo konnte da so richtig aufräumen
Meinem persönlichen Spielspaß hat das allerdings keinen Abbruch getan, es gab dann irgendwie immer ein Fräulein anzuschnacken, einen Rum zu trinken, ein Shanty zu singen oder dann auch mal eine Schot dichtzuholen oder Leine zu belegen. Und auch wenn ich anfangs skeptisch war, einen Charakter zu spielen, den ich nicht selber gebaut hatte, hat sich für mich dann aus den relativ simplen Vorgaben ein sehr intensives Rollenspiel ergeben: Harald ist nicht mutig oder heldenhaft, interessiert sich nicht für die anderen Gruppen und die Expedition, sondern will nur sein Leben leben und heil wieder nach Hause kommen, ist mega abergläubisch. Daraus ergab sich dann ganz organisch eine Spannungskurve von "irgendwie steht das ganze nicht unter den besten Vorzeichen zu "ACH DU SCHEIßE DIE HABEN DA AUF DER WIESE IRGENDWAS GANZ FURCHTBARES ERWECKT WIR WERDEN ALLE DRAUFGEHEN!!!", von der ich nicht weiß, wieviel davon die Orga so orchestrieren wollte, und wieviel einfach passiert ist. Aus meiner Perspektive wollten wir dabei übrigens niemandem Schaden zufügen, sondern haben einfach nur Wege gesucht, Fluch und Tot zu entgehen, eben damit niemand zu Schaden kommt.
Mein Fazit ist ebenfalls, dass das eine wundervolle Veranstaltung war, und das Konzept super aufgegangen ist. Durch die vorgegebenen Charaktere gab es eine dichte Atmosphäre, und am Ende hatte ich wirklich das Gefühl, Teil einer Crew zu sein, auch wenn die aus durchaus individuellen Charakteren bestand. Es gab Seefahrerromantik, Spannung, großartige individuelle Szenen, hat für mich alles gepasst.
Danke an alle Mitspieler und vor allem die Orga, ich kann manchmal echt kaum glauben, dass sich ein paar kreative Menschen so reinhängen, nur um anderen ne tolle Zeit zu bescheren.
Liebe Grüße,
Nils
ich gebe hier auch gerne meinen Senf dazu: Ich durfte mittlerweile das vierte Mal mit der Pippilotta los, da gibt's dann schon ein wohliges Gefühl von nach Hause kommen, auch wenn ich noch gestresst und mit Rückenschmerzen nur so mäßig motiviert angekommen bin.
Den ersten Abend geselligen Beisammenseins mit der Crew habe ich dann umso mehr genossen, um reinzukommen, dafür wurde der Samstag dann etwas schwierig: Ich war ein bisschen zu unvorbereitet, von meinem Vorgesetzten kamen weniger konkrete Befehle als erwartet, die RL crew hat einfach angefangen irgendwelche Dinge zu tun, und als wir dann noch angefangen haben, im Spiel andere Manöver zu tellen als wir in echt gefahren sind, und ich zusätzlich nach und nach erfahren habe, dass ich von RL-Marinesoldaten und leidenschaftlichen Seefahrern umgeben bin, habe ich ziemlich den Faden verloren. Als Konsequenz wurde dann die seemännische Kompetenz, die Harald eigentlich hätte haben sollen, ein bisschen weggekürzt. Das tat mir dann gegenüber der Crew Leid, die sich wohl zwischendurch gelangweilt hat, weil ich nicht in der Lage war, die zu beschäftigen.
Zum Glück, also zumindest aus dieser Hinsicht, kam es dann ja zu meiner unerwarteten Beförderung, und Bootsmann Aldo konnte da so richtig aufräumen
Meinem persönlichen Spielspaß hat das allerdings keinen Abbruch getan, es gab dann irgendwie immer ein Fräulein anzuschnacken, einen Rum zu trinken, ein Shanty zu singen oder dann auch mal eine Schot dichtzuholen oder Leine zu belegen. Und auch wenn ich anfangs skeptisch war, einen Charakter zu spielen, den ich nicht selber gebaut hatte, hat sich für mich dann aus den relativ simplen Vorgaben ein sehr intensives Rollenspiel ergeben: Harald ist nicht mutig oder heldenhaft, interessiert sich nicht für die anderen Gruppen und die Expedition, sondern will nur sein Leben leben und heil wieder nach Hause kommen, ist mega abergläubisch. Daraus ergab sich dann ganz organisch eine Spannungskurve von "irgendwie steht das ganze nicht unter den besten Vorzeichen zu "ACH DU SCHEIßE DIE HABEN DA AUF DER WIESE IRGENDWAS GANZ FURCHTBARES ERWECKT WIR WERDEN ALLE DRAUFGEHEN!!!", von der ich nicht weiß, wieviel davon die Orga so orchestrieren wollte, und wieviel einfach passiert ist. Aus meiner Perspektive wollten wir dabei übrigens niemandem Schaden zufügen, sondern haben einfach nur Wege gesucht, Fluch und Tot zu entgehen, eben damit niemand zu Schaden kommt.
Mein Fazit ist ebenfalls, dass das eine wundervolle Veranstaltung war, und das Konzept super aufgegangen ist. Durch die vorgegebenen Charaktere gab es eine dichte Atmosphäre, und am Ende hatte ich wirklich das Gefühl, Teil einer Crew zu sein, auch wenn die aus durchaus individuellen Charakteren bestand. Es gab Seefahrerromantik, Spannung, großartige individuelle Szenen, hat für mich alles gepasst.
Danke an alle Mitspieler und vor allem die Orga, ich kann manchmal echt kaum glauben, dass sich ein paar kreative Menschen so reinhängen, nur um anderen ne tolle Zeit zu bescheren.
Liebe Grüße,
Nils